Puls4 auf X-Jam – Ab in den Süden und ab in den Keller mit dem Niveau

So eine Maturareise hat eigentlich alles, was sich Puls4 nur so wünschen kann: Junge Menschen, welche nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten sind, wenig Textilien an den jungen Körpern, viel Party und einen Grund, der all dies rechtfertigt. So ist es ja sehr naheliegend, dass Puls4 sein neues Sendermaskottchen Ramona Galler auf X-Jam schickt um einen Grund zu haben von dort zu berichten. Eigentlich dachte ich mir, ein Artikel über das österreichische Trash-TV und dessen neu Prinzessin ist schon mehr als genug PR für sie. Da Puls4 aber eine Mini-Serie über eine Maturareise, mit dem Namen Ab in den Süden machte, überlegte ich mir die Sache noch einmal. Und nun schreibe ich doch erneut ein Pamphlet.

Also, Puls4 hat Senderaushängeschild (und FHM-Modell, wie in den Beiträgen oft genug erwähnt wird) Ramona Galler auf X-Jam geschickt und auf Schritt und Tritt begleitet. Ich war ja selbst auf X-Jam Maturareise (im Jahr 2007) und habe meine Eindrücke niedergeschrieben. Damals schrieb ich noch, dass X-Jam die niveauvollste Maturareise sei. Gut, bei einer Maturareise ist Niveau nicht unbedingt gefragt, aber ich glaube heute muss ich meine Aussage von damals widerrufen oder zumindest etwas anders formulieren: X-Jam ist zwar die niveauvollste Maturareise, aber nur mit sehr geringem Vorsprung. Puls4 und die anderen Sponsoren, u.a. die Kronen Zeitung (gut zu meiner Zeit war noch Österreich Sponsor, was nicht wirklich besser ist) und Clever (die Billigmarke von Billa und Merkur), sind niveautechnisch kontraproduktiv. Dafür hat X-Jam in den letzten Jahren immer große internationale Live-Acts gehabt (u.a.: Katy Perry, Xzibit). Aber genug des Vergleichs, in diesem Artikel geht es um etwas anderes. Da Ramona Galler offenbar vom Niveau her gut zu X-Jam passt und es eine toller Grund ist sie die ganze Zeit leicht bekleidet durchs Bild gehen zu lassen und dabei des öfteren einen Close-Up auf ihre Brüste zu machen (gab’s im Schnitt drei Mal pro Folge) war sie die perfekte Wahl für diese Mini-Serie. Wenn man Brüste groß in Szene setzen kann, wen stören da so Nebensächlichkeiten wie z.B.: dass man als Zuschauer hin und wieder das Gefühl hat Ramona bringt keinen geraden Satz heraus. Man kann argumentieren, sie ist einfach Nervös, immerhin ist sie im Fernsehen. Sie war aber schon sehr oft im Fernsehen, irgendwann sollte sie das ablegen. In Folge 5 kam der Standard-Journalist Thomas Rottenberg (welcher einen guten Artikel zur selben Thematik geschrieben hat) zu Wort, der sich etwas abfällig über Ramonas Bild in der Öffentlichkeit, also die blonde Haarfarbe (vermutlich gefärbt??, ist jetzt nur eine Vermutung von mir, für die ich keinerlei Beweise habe, dafür habe ich eine Hypothese zu gefärbten Blondinen: nicht die Naturblonden sind für den schlechten Ruf der Blondinen verantwortlich, die sind nämlich in der Regel recht schlau (man muss nur einen Blick nach Schweden werfen: dort gibt es viele Blonde und Schweden ist eines der fortschrittlichsten Länder der Welt), sondern die gefärbten Blondinen sind für diverse Klischees verantwortlich, aber das nur am Rande) gepaart mit dem pinken Handy mit Swarovski-Steinen drauf, erweckt doch den Eindruck, dass sie geistig nicht so ganz auf der Höhe sei (freundlich formuliert), äußerte (Originalzitat: “Die Frau schaut aus als könnte sie maximal bis Zwei zählen und das auch nur dann, wen ihr irgendwer auf die Schulter klopft und sagt 1,2 und dabei irgendwie auf ihre größten Argumente zeigt”). Puls4 kam aber in dieser Folge Ramona mehr oder weniger subtil zu Hilfe, in dem sie Rottenberg als Sonderling darstellten. Wie schlau bzw. gebildet sie wirklich ist wird wohl im dunklen bleiben. Offensichtlich hingegen ist, aber unbestritten dass sich nicht besonders viel Geist und Esprit versprüht sondern Naivität, Oberflächlichkeit und Freizügigkeit. Obwohl sie doch überraschend Prüde war für jemanden, der sich für FHM (fast) auszog (siehe Folge 2 bzw. 3 als sich sich bei der Modenschau weigerte das, zugegebener maßen sehr gewagte, Teil anzuziehen; Nebenbemerkung zu ihrer Ersatzfrau: sagt der Volksmund nicht irgendetwas in der Richtung, die Größe des Arschgeweihs verhält sich reziprok zur Intelligenz der Trägerin, eine durch empirische Untersuchungen festgestellte Hypothese, welche vermutlich wahr sein dürfte).

So, jetzt aber wieder zurück zum Ursprung der Verblödung: Puls4. Ramona ist ja nur ein Werkzeug bzw. ein Bauer im Schachspiel von Puls4, welches zum Ziel hat mit möglichst viel Scheiße möglichst viel Fliegen zu sammeln. Sie ist eigentlich nur ein Produkt ihrer Generation: Big Brother, Casting-Shows und da besonders die Topmodel-Shows. Im vergangenen, namenlosen Jahrzehnt ist ziemlich viel Scheiße über den Äther gesendet worden. Das tolle an der Sache ist ja, sobald die Casting-Show vorbei ist wird am selben Sender in den Society-Sendungen und in externen Medien darüber berichtet. Immer und immer wieder, bis der durchschnittliche Zuseher das Gefühl hat, die Teilnehmer so einer Show wären wichtig. Sie sind prominent, keine Frage, aber doch nur Marionetten des Senders bzw. ihres Managements. Hoffentlich wird bald Medienkunde in den Schulen als Pflichtfach eingeführt, damit man der “Topmodelisierung” unserer Gesellschaft zumindest etwas Nährboden nimmt. Big Brother bzw. die Casting-Shows gibt es jetzt schon seit zehn Jahren und das Publikum wird immer noch nicht müde und schaut zumindest so fleißig, dass sich eine neue Staffel lohnt. Der Konsument giert nach Idioten, der Sender liefert diese, was aber beim Konsumenten eine Gier nach einem noch größeren Idioten hervorruft, welcher wieder vom Sender geliefert wird. Ein Teufelskreis, eine Spirale, die sich unendlich nach unten dreht. Puls4 wollte ja ursprünglich eine ähnliche Zielgruppe bedienen wie FM4, von diesem Vorhaben ist man aber offenbar abgekommen, den von den FM4 Hörern ist man mit einen solchen Programm meilenweit entfernt. Im Endeffekt liefert Puls4 den deutschen Müll der ProSiebenSat1-Mutter, teils in österreichischer Verpackung, teils gleich direkt. Aber Müll bleibt Müll, da ist die Verpackung egal.

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No One Lives Forever vs. Crysis – Ego-Shooter im Wandel der Zeit

Warum ich No One Lives Forever aus dem Jahr 2000 und Crysis aus dem Jahr 2007 vergleiche hat einen simplen Grund: ich spiele im Moment beide. Dank EAs 1+1 gratis Aktion hab ich mir Crysis zugelegt und NOLF installierte ich einfach, weil ich wieder es wieder einmal spielen wollte (und dieses Mal ganz durch). Die sieben Jahre, welche zwischen beiden Titeln liegen fallen, klarer Weise, sehr stark auf.

Das bringt mich gleich zur ersten und auch auffallendsten Änderung: der Technik. No One Lives Forever war bei seinem erscheinen definitiv vorne mit dabei, was die Technik betraf. Es setzte zwar keine neuen, selbst zweieinhalb Jahre nach dem Erscheinen geltenden, Maßstäbe, wie es Crysis sieben Jahre später tat, aber es war, für damalige Verhältnisse, Top. Mit heutigen Spielen allgemein und mit Crysis im besonderen kann NOLF natürlich nicht mithalten. Besonders fällt dies im Dschungel-Level von NOLF auf: während Crysis auf viele Bäume und Sträuche setzt ist No One Lives Forever recht spartanisch und zeigt nur vereinzelnde Bäume. Von den herrlichen Hügel in Crysis brauchen wir gar nicht zu reden: im Jahr 2000 gab praktisch nur eckige Hügel. Auch bei den Details der Levels hat sich viel getan: während vor zehn Jahren ein paar fest fixierte Stühle und Tische für ein Innenlevel völlig ausreichten sind heutzutage viele Einrichtungsgegenstände, welche sich physikalisch korrekt durch den Raum werfen lassen schon Standard. Ob die Spiele dadurch auch besser geworden sind sei jetzt einmal dahingestellt. Aber eines hat sich deutlich verbessert, nämlich die Steuerung der Fahrzeuge. Die Motorrad bzw. Schneemobil Passagen in NOLF verursachen recht viel Frust, während der Panzer-Abschnitt in Crysis frustrationsfrei verläuft. Alles in allem lässt sich an den beiden Spielen sehr schön sehen wie sich die Technik innerhalb von nur sieben Jahre weiterentwickelt hat. In keinen anderen Gerne sieht man das so gut wie im Shooter Gerne.

Kommen wir nun zu etwas weniger Variablen: der Story bzw. dem Szenario. Crysis spielt in naher Zukunft (im Jahr 2020). Dort stoßen Nordkoreaner, auf einer von ihnen besetzten Insel, bei Ausgrabungen auf eine außerirdische Technologie und wollen diese nutzen. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Soldaten einer amerikanischen Super-Elite Einheit (mit Kampfnamen Nomad) und muss die Nordkoreaner daran hindern ihr Vorhaben durchzuführen. Am Anfang kämpft man nur gegen die Nordkoreaner und weiß noch nichts von den Aliens, die bekommt man im Verlauf der Story zu Gesicht. Es gibt Zwischensequenzen, man verlässt aber nie die Ego-Perspektive. Theoretisch hat dieses Stilmittel den Vorteil, dass man die Geschehnisse intensiver mitbekommt, in der Praxis führt dies aber (meiner Meinung nach) dazu, dass man sich weniger mit der Spielfigur identifizieren kann. Wieso? Einfach weil man nicht weiß wie man aussieht. In einem Ego-Shooter sieht fast nie seinen Torso bzw. seine Beine sondern nur die Arme und die Waffe. Wenn man also die Spielfigur in den Zwischensequenzen nicht von außen sieht hat man nie die Möglichkeit sich selbst zu sehen, was wiederum eine zwingende Voraussetzung dafür ist sich mit sich selbst identifizieren zu können. Zumindest für mich. Die Story selbst hat einen recht interessanten Verlauf: Sie beginnt recht unspektakulär, bleibt dann auch über weite Teile des Spiels recht unspektakulär, steigert sich dann aber enorm und wird bis zum Schluß richtig spannend und endet mit einem Cliffhanger. No One Lives Forever spielt in den 60er Jahren. Man ist eine britische Agentin für den Geheimdienst U.N.I.T.Y. und kämpft gegen die Terrororganisation H.A.R.M. Die Schauplätze reichen von Marokko über Ost-Berlin bis in den Weltraum. Die Charaktere sind alle recht abgedreht und nehmen die typischen Agentenklischees auf den Arm. Parallelen zu bzw. Parodien von James Bond Filmen sind nicht zufällig. Die Story wird mit Hilfe von Cut-Scenes erzählt und ja, man sieht die Spielfigur (Agent Cate Archer) von außen.

Und nun zum Zentralen Element eines jeden Spieles: dem Gameplay. Beide sind typische Ego-Shooter in denen es hauptsächlich darum geht herumzulaufen, in Deckung zu gehen und schneller zu schießen als seine Gegner. Unterschiede gibt es, wie die Spielfigur auf gegnerische Treffer reagiert: in Crysis, wie eigentlich in fast allen aktuellen Shootern, laden sich Panzerung und Gesundheit automatisch auf wenn man keinen Schaden nimmt, in NOLF hingegen muss man selbst dafür sorgen, dass sich die Panzerung wieder herstellt, in dem man die dementsprechenden Items im Level aufsammelt. Aber im Gegensatz zum damaligen Gerne-Standard wird die Gesundheit während einer Mission nicht  durch Medipacks oder ähnliches wieder aufgefrischt, die blieb die ganze Mission lang gleich und wenn man etwas Gesundheit verloren hat, so musste man schauen, dass man in Zukunft nicht mehr so oft getroffen wird. Ein ebenfalls gravierender Unterschied besteht bei den Levels: In NOLF gibt es meist nur einen, in machen Fällen aber auch mehrere Wege durch das Level. Crysis hingegen setzt auf das Open-World Prinzip (mehr oder weniger), da sich das Spiel zu einem großen Teil im Dschungel abspielt gibt es meist viele Wege zum Ziel. Das Waffen-Arsenal ist in Crysis Gerne-Standardkost: Sturmgewehre, Scharfschützengewehr, MP, Raketenwerfer,… nichts übertrieben spannendes, außer dass man die Waffen modifizieren kann (mit Laser-Pointen, diversen Visieren, Granatwerfern, usw.). Die Waffen und Gadgets in No One Lives Forever hingegen suchen ihresgleichen: neben der schon vorher aufgezählten Standardausrüstung gibt es unter anderem noch einen als Aktentasche getarnten Raketenwerfer, KO-Parfum, eine Haarspange als Dietrich, Laser, Roboterhunde um Wachhunde abzulenken und vieles mehr, die Parallelen zum Equipment von James Bond sind nicht zufällig. Ein zentrales Gameplay-Element von Crysis ist der Nanosuit, er hat vier verschiedene Modi, die den Spieler unterstützen: maximale Panzerung (quasi die Standardeinstellung), maximales Tempo, maximale Stärke und Unsichtbarkeit. Aufgrund der Unsichtbarkeit, der Übermacht an Gegnern mit der man die meiste Zeit konfrontiert ist und der Anzeige der Aufmerksamkeit der Gegner hat Crysis etwas von einem Stealth-Shooter, sprich schleichen zahlt sich aus. In NOLF hat man zwar keine Anzeige wie die Aufmerksam die Gegner gerade sind, dafür aber viele Überwachungskameras und Levels, durch die man unbemerkt schleichen muss bzw. niemanden verletzen darf. Da man in NOLF eine Spionin spielt liegt es nahe, das sich recht viele Stealth-Shooter Elemente im Spiel befinden.

Fazit: Crysis erfüllt das typische Shooter-Klischee: super Technik, maue Story (zumindest zu Beginn) und ein Shooter typisches Gameplay, zwar mit leichten Innovationen, aber nicht zu viel davon. No One Lives Forever hingegen besticht durch viel Humor und noch mehr Spielwitz. Alleine die Tatsache das ich das Spiel zehn Jahre nach seinem Erscheinen immer noch spiele spricht für NOLF. Sieben Jahre sind in der schnelllebigen Spieleindustrie eine ganze Menge, aber ein gutes Spiel bleibt auch nach sieben Jahren ein gutes Spiel und übertrifft in so mancher Kategorie sogar die heutigen Spiele. Ich bin jetzt niemand, der immer sagt, dass früher alles besser war, aber was den Spielen früher an Technik gefehlt hat müssten sie irgendwo anders ausbessern, im Fall von NOLF ist dies ganz eindeutig der Spielwitz. Mit meiner Meinung bin ich offenbar nicht ganz alleine, den ein Blick auf metacritic.com zeigt, dass NOLF und Crysis zwar gleich viele Punkte von den Fachzeitschriften bekamen (91), aber in der User-Wertung NOLF deutlich mit 9.4 Punkten gegenüber Crysis mit 7.8 vorne liegt. Die Spielehersteller sollten sich meiner Meinung nach nicht zu sehr auf die Technik fixieren, eine gute Technik macht noch lange kein gutes Spiel.

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Online Musikstreaming – Spotify und Grooveshark

Nach dem Last.fm letztes Jahr sein Online-Radio in den meisten Ländern (außer UK, USA und Deutschland) einstellte bzw. das On-Demand-Streaming auch für diese Länder einstellte, sah es schlecht aus für das (zumindest teilweise) On-Demand-Streaming von Musik. Aber ich bin vor kurzem über zwei interessante Dienste gestoßen, die dies ändern.

Zunächst wäre da einmal Spotify. Ein in Schweden gestarteter Dienst, der sich – in den Ländern, in denen er Problemlos verfügbar ist – einiger Beliebtheit erfreut. Österreich gehört leider nicht zu diesen Ländern. Liegt vermutlich daran, dass sich Spotify in Deutschland nicht mit den Blutsaugern der GEMA einigen kann. Finanziert wird das ganze über ein Premium-Abo bzw. über Werbung. Ein ebenfalls recht cooles Feature ist, dass Spotify direkt bei Last.fm scrobblen kann. Spotify wäre ja eine super Sache, wenn da die Länder-Einschränkung nicht wäre, aber auch dafür gibt es Abhilfe und dem Streamingvergüngen steht nichts mehr im Weg.

Grooveshark: Grooveshark war ursprünglich eine kostenpflichtiges Musikdownloadportal. Dieses wurde 2008 eingestellt und als Online-Jukebox neu gestartet. User können dabei ihre Musik uploaden und somit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Der große Vorteil dabei ist natürlich das riesige Repertoire an Musik, welches Grooveshark seinen Benutzern bieten kann. Der große Nachteil hingegen folgt direkt aus dem Vorteil: Es ist urheberrechtlich höchst umstritten, die Rechteinhaber sind nur bedingt begeistert von der Plattform. Auch von Grooveshark aus kann man bei Last.fm scrobblen und zwar mit GrooveWalrus.

Diese beiden Dienste haben das Online entdecken von Musik wieder etwas spannender gemacht. Hier sind noch einmal die Links:

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Oh ein Sarkasmus Detektor….

Gerade bei Golem gefunden, den Sarkasmusdetektor gibt es wirklich und er kann mit einer Genauigkeit von 77% sagen, ob es sich bei einer Aussage um Sarkasmus handelt.

Diesem Clip ist dann eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, einfach zu lustig. Realität und Simpsons.

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Wie werde ich zum Star – ohne dass ich mich anziehen muss?

Pro7 und auch der österreichische Ableger Puls4 sind Spezialisten darin, unbekannten Selbstdarstellern und Selbstdarstellerinnen (gilt natürlich auch besonders für die, deshalb schreib ich das hier nochmals extra hin) eine Plattform zu geben, sie zu “Stars” aufzubauen und später, wenn sie dann “Stars” sind (oder wenn der Sender über nix bessers zu berichten hat) jede noch so unwichtige Kleinigkeit über sie zu berichten. Puls 4 hat dies nun mit einem bis dahin noch eher unbekannten Model gemacht. Ramona Galler wurde ohne ersichtlichen Grund zu einem Fotoshooting mit Manfred Baumann für FHM von einem Puls4 Kamerateam begleitet um einen Beitrag für Pink! das Starmagazin zu machen. Soweit so unspektakulär, bei einer gefühlten Quote von 9 Zuschauern, wobei 4 für den Sender arbeiten nicht weiter Interessant. Dieser Beitrag wurde allerdings auch Sonntags zu einer recht guten Sendezeit gesendet (nämlich direkt vor den Simpsons), wo doch recht viele Menschen ihn tatsächlich sehen werden (inklusive mir). Ich habe den Beitrag ohne weiter darüber Nachzudenken hingenommen, immerhin kamen danach die Simpsons.

Ein paar Tage später (also am Mittwoch)  kam (wieder vor den Simpsons, diesmal allerdings in den Pro7 Austria News) wieder dasselbe Modell, diesmal ging es darum, das sie genau wegen diesem Beitrag von ihrer Schule fliegt (einer Krankenschwesternschule in Leoben). Den Bericht (zwar wieder von Pink!, aber sind wir uns ehrlich, die Austria News und Pink sind ja fast das Gleiche) kann hier angesehen werden. Mir persönlich gefiel ja besonders der Schlusssatz: “Wir begleiten Ramona natürlich zu dieser Anhörung, wie sie ausgeht erfahren sie bei uns…”. Wenn bloß bei jedem Schüler der kurz vor dem Rauswurf ein Kamerateam von Puls4 sein könnte (gut Puls4 ist ja nur in den seltensten Fällen mehr oder weniger direkt dafür verantwortlich). Für Puls4 ist das natürlich ein gefundenes Fressen, die böse böse Willkür der Obrigkeit, die eine unschuldige Schülerin (hier eines der besagten Fotos, nix mit unschuldig) der Schule verweist.

Aber die diesbezüglich beste Aussage kam dann am Freitag von den Austria News: Der Rausschmiss aufgrund dieser Fotos wurde als sexistisch bezeichnet (leider habe ich keinen Link dafür gefunden). Als Beispiel wurde der Jungbauernkalender genannt, hier werden Jungbauern ebenfalls sehr leicht bekleidet abgebildet und noch niemand hat deswegen seinen Job bzw. Ausbildungsplatz verloren. In den Austria News wird recht gerne über Blödsinn oder Nichtigkeiten, aber einen solch extremen Auswuchs an Müll wie hier ist es mir bis jetzt noch nie aufgefallen. Eine wunderliche Wandlung immerhin hat Pro7 mit “Germanys Next Topmodel” bzw. Puls4 mit “Autrias Next Topmodel” und “Bambis beste Busenfreundin” ja Sendungen mit schwer feministischen Zügen im Programm. Da ist es ja eine Frage der Ehre, dass die arme Frau, die sich freiwillig als Lustobjekt darstellt in Schutz genommen wird, weil die Darstellung in freizügigen Posen und die Reduktion einer Frau auf ihre körperlichen Attribute ja zu den Grundpfeilern des Feminismus gehört.

Ich kann ja eigentlich nur auf den Beitrag verweisen, 50% geht es darum, wie scharf Ramona ist, 47% welch scharfe Krankenschwester sie ist und alibimäßige 3% darum, dass sie auch in die Schule geht. Selbstdarstellerin sucht Plattform, die Eine zieht sich aus, die Anderen berichten darüber, passt super die Kombination, tiefgründigere Themen will Puls4 seinen Zuschauern offenbar nicht zumuten. Die offizielle Begründung, warum sie von der Schwesternschule flog lautete ja, sie habe dem Berufsstand der Krankenschwester geschadet, in dem sie ihre aufreizenden Fotos damit in Verbindung bringt. Das will ich jetzt einmal so stehen lassen. Ich kann folgende Einschätzung zwar nur über die oben genannten Berichte in den Medien, bzw. was Google so über sie ausspuckt treffen, aber ich werde das Gefühl nicht los, sie hat ihre Ausbildung zur Krankenschwester nur als Vehikel für ihre Modellkarriere verwendet. Die Phantasie (oder der männliche Wunschtraum) der verruchten Krankenschwester ist ja recht weit verbreitet und sie bediente so dieses billiges Klischee, dass von Puls4 dankend angenommen und mit einem Beitrag belohnt wurde. Gleich beim erste Ergebnis, das von Google ausgespuckt wurde, model-kartei.de erfährt man, dass sie ein Kolleg für Modedesign besuchte und nun angehende Juristin war. Das Krankenschwester ihr absoluter Traumjob ist, davon erfährt nichts (nur eine kurze Notiz am Ende, dass sie nun die Krankenschwestern Schule besucht. Das schreibe ich jetzt deswegen hin, da sie in den Berichten über ihren Rauswurf immer betonte, dass Krankenschwester ihr absoluter Traumjob sei. Wünsche und Ziele ändern sich natürlich im Laufe der Zeit, ist schon klar, nur ein absoluter Traumjob ist eigentlich etwas, was man sich schon seit langem vornimmt. Aber ich schweife ab.

Doch zurück zu dem was ich eigentlich sagen will: Wenn eine Selbstdarstellerin versucht mit möglichst wenig Kleidung den Durchbruch als Modell zu schaffen ist Puls4 sofort zur Stelle um eine möglichst tolle Geschichte zu bekommen, da ist es sicher nicht kontraproduktiv, wenn am Ende ein Schulverweis herauskommt. Man (oder besser gesagt Frau) muss sich nur ausziehen und sich möglichst schlampig geben (sind wir uns ehrlich, beim Anblick der Fotos denkt wohl niemand daran, dass man sich mit ihr gut unterhalten kann bzw. dass sie noch andere Qualitäten hat als die körperlichen) schon wird man zu einer Heldin und kommt ins Fernsehen. So, dieser Artikel musste einfach geschrieben werden, auch wenn ich jetzt Ramona und Puls4 eine Plattform biete, was ich eigentlich nicht wollte. So sehr kann ich gar nicht über beide herziehen, ohne indirekt und unfreiwillig Werbung für sie zu machen, denn jede Form von Publicity ist gute Publicity.

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Digitale Spieledistribution – Warum Steam nur heiße Luft ist

Im neuen Jahr habe ich meinen Blog (wie leider so oft) sträflichst vernachlässigt. Das Studieren ist eben leider kein Spaziergang und ziemlich aufwendig, aber da jetzt die Ferien begonnen haben, hab ich wieder etwas Zeit und Muse, mich meinem Blog zuzuwenden.

Aber der eigentliche Anstoß für diesen Artikel ist, als ich gestern die Box Version von Zeno Clash sah und sofort zugeschlagen habe. Zeno Clash ist ein ziemlich innovatives Indie Game. Es ist eine interessante Mischung aus Shooter und Beat ‘em Up mit einem kreativen und herrlich unverbrauchtem Szenario. Dieses Spiel wurde zunächst exklusiv auf Steam veröffentlicht und später auch als Box Version released (also auf DVD).

Genau hier zeigt sich der große Vorteil, den Steam bzw. andere Digitale Anbieter haben: Kleine Indie Entwickler, die sonst nur ganz schwer einen Publisher finden können, haben hier die Möglichkeit ihre Spiele direkt zu vertreiben. So kommen viele Perlen auf den Markt, die sonst untergegangen wären und überhaupt, es gibt dadurch keinen Publisher, der aus markttechnischen Gründen ein gutes Indie Spiel kaputt machen kann (aus markttechnischen Gründen wurden schon viele Spiele kaputt gemacht). Für den Entwickler besteht außer mehr Freiheit auch noch der Vorteil, dass er die Früchte seiner Arbeit besser erntet, es ist kein Publisher zwischen Kunde und Entwickler, der kräftig kassiert, es fallen lediglich die Gebühren für Steam an (die aber geringer sind, als das was ein Publisher für gewöhnlich kassiert). Gleichzeitig erhöht sich aber auch das Risiko für den Entwickler, falls das Spiel floppt ist er ganz alleine auf sich gestellt und hat niemanden mehr, der im eventuell aushelfen könnte. Viele Indie Spiele entstehen in der Freizeit der Entwickler, also das Spiel ist für den Entwickler nur ein Nebenverdienst.

Besonders die höhere Gewinnmarge für den Entwickler bewegte Valve dazu Steam zu entwickeln und fördern. Und man kann seine Kunden besser kontrollieren (Kopierschutz, obwohl bis jetzt noch glaube ich zumindest so ziemlich alle Steam-Spiele geknackt wurden). Half Life 2 war der erste große bzw. überhaupt einer der ersten Titel, der über Steam veröffentlicht wurde. Half Life 2 war leider auch einer der ersten Titel, die zwingend eine Online Aktivierung benötigte. Darüber könnte ich mich heute noch aufregen: Half Life 1 war eines der Spiele, mit denen ich mich am intensivsten beschäftigt habe, ich habe eigene Maps erstellen, mich mit dem SDK gespielt und eigene Mods dafür geschrieben. Als ich dann die ersten bewegten Bilder zu Half Life 2 gesehen habe war ich sofort hin und weg von dem Spiel. Ich wusste: dieses Spiel muss ich mir am Erstverkaufstag holen, als es dann tatsächlich raus kam war die Enttäuschung dann dementsprechend groß: es musste online aktiviert werden und ich hatte kein Internet. Ich konnte es also nicht spielen, naja 2004 waren Flatrates noch nicht so günstig und dementsprechend noch nicht so verbreitet wie heute. Mittlerweile hat sich das zwar zum Glück geändert, aber dass half mir im Jahr 2004 nichts, ich habe mir Half Life 2 bis heute nicht gekauft und weiß nicht, ob ich es jemals tun werde. Ok, jetzt bin ich etwas abgedriftet, aber das musste mal raus.

Aber es bringt mich zu dem was ich jetzt noch sagen will: Vollpreispiele über Steam. Neben den Indie Games wird mittlerweile auch so ziemlich jedes größere Vollpreisspiel über Steam angeboten. Wenn Steam als Kopierschutz missbraucht gebraucht  wird kann ich das ja noch verstehen (verstehen, aber nicht unterstützen) aber als Vertriebsplattform? Aktuelle Spiele sind in etwa zwischen 6 – 10GB groß. Aus eigener Erfahrung (dem downloaden von Spielen bei Free-Weekend Aktionen, übrigens eine sehr coole Sache) weiß ich, dass der Download von ein paar GB schon ziemlich lange dauert, was jetzt nicht nur an meiner Leitung liegt. Wenn ich mir eine neue Linux-Distribution über Torrent herunterlade komme ich locker auf über 600KB/s bei einem Spiel über Steam tümple ich bei 100KB/s herum, bei 6GB dauert so ein Download dann auch dementsprechend. Wenn man ein Spiel von einer DVD installiert muss man nicht stundenlang warten, bis das Spiel endlich fertig installiert ist. Das andere Argument, das gegen Steam spricht sind die Bezahlmöglichkeiten. Kreditkarten haben sich in unserem Raum nur bedingt durchgesetzt, ich habe zum Beispiel keine und auch nicht vor mir eine zuzulegen. Die andere Möglichkeit, PayPal und ClickandBuy sind mir ähnlich unsympathisch und ich hab keine Lust extra wegen Steam mich dort anzumelden. Und zu guter Letzt, wenn man sich etwas herunterladet kann man es nicht ins Regal stellen. Allgemein: ich persönlich sträube mich etwas zu kaufen, was ich nicht ins Regal stellen kann.

Das waren jetzt zwar drei persönliche Vorbehalte gegen Steam, aber ich denke ich bin nicht alleine mit meinen Vorbehalten und das obwohl wir schon im Jahr 2010 sind. Die Bezahlmöglichkeiten sind für mich noch der größte Minuspunkt, falls sich da etwas ändert könnte ich mir schon eher vorstellen mir ein Indie Game über Steam zu kaufen. Für Vollpreistitel wird auch in Zukunft für mich nur der Kauf einer Box Version in Frage kommen und solange man keinen Preisvorteil bei einem Download hat, werde ich vermutlich auch nicht alleine mit meiner Meinung sein.

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American Pie 7

Als ich ein Review zu American Pie 6 (oder American Pie Presents: Beta House, wies offiziell heißt) schrieb, endete ich mich den Worten: “Hoffen wir, dass American Pie 7 besser wird.” Nun ist es soweit, American Pie 7 ist erschienen und ich habe ihn mir angesehen.

Die Handlung von American Pie Presents: The Book of Love, wie hier der offizielle Titel lautet dreht sich um das Buch (bekannt als “Die Bibel”), welches den Protagonisten im ersten Teil bei ihrem Pakt (die Jungfräulichkeit bis zum bzw. auf der Party nach dem  Schulball zu verlieren) helfen soll. Die Hauptdarsteller Rob, Nathan und Lube bekommen das Buch allerdings nicht von einem älteren Schüler, sondern einer von ihnen findet es, nach dem Rob einen Wasserschaden in der Bibliothek verursacht und während der darauf folgenden Aufräumarbeiten über das Buch stolpert. Jeder der drei hat so seine eigenen Probleme mit dem anderen Geschlecht: Heidi, auf die Rob ein Auge geworfen hat, erzählt ihm ständig, wie gerne sie doch ihre Jungfräulichkeit verlieren würde, was er natürlich als Einladung sieht, da sie ihm auch nicht unbedingt abgeneigt ist, aber es kommt dann meistens doch nicht so, wie Rob es sich wünscht; Nathan hingegen ist mit Dana zusammen, die ein Gelübde abgelegt hat, bis zur Ehe keinen Sex zu haben, obwohl sie schon mit 6 verschiedenen Typen geschlafen hat, was Nathan natürlich gar nicht recht ist und Lube ist hoffnungslos in die Cheerleaderin Ashly verliebt.

Der Film spielt genau 10 Jahre, nach dem ersten American Pie Teil auf der selben High School. Soweit könnte man fast meinen, die Macher besinnen sich auf das Feeling des ersten bzw. der ersten beiden Filme zurück. Das ist aber leider nicht ganz der Fall. Natürlich, das Niveau ist wieder ganz tief unten und konkurriert mit Teil 5 oder Teil 6, Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht. Auch die legendäre Apfelkuchen-Szene aus dem ersten Teil wurde zitiert. Ich will zwar nicht zu viel von den Pointen verraten, aber eine äußerst denkwürdige Szene gibt es noch die, naja zum Speiben komisch ist. Wobei aber einige der Gags arg konstruiert und nur mit Zwang rein gepresst wirken wirken.

Die restliche Story des Films orientiert sich dann zwar auch an dem ersten Teil und zwar insofern, dass die drei Hauptdarsteller versuchen ihrem Sexleben etwas auf die Sprünge zu helfen, was aber meistens in einer kleinen bis mittelgroßen Katastrophe endet. Zwischendurch wird auch das durch den Wasserschaden teilweise zerstörte, namesgebende “Book of Love” restauriert. Während der Nachforschungen nach dem Urheber des Buches, treffen die drei Pubertierenden auf einen alten Bekannten, nämlich Jims Dad, Noah Levenstein. Mit seiner Hilfe rufen sie bei allen, die dem Buch etwas hinzugefügt haben an und versuchen es wiederherzustellen.

Eugene Levy (Jims Dad) ist der einzige Schauspieler, der in allen American Pie Teilen einen Auftritt hat. Er hängt offenbar sehr an diesem Franchise. Die drei Hauptdarsteller sind eigentlich fast gänzlich unbekannt, ausnahme ist vielleicht Brandon Hardesty, der so etwas wie eine YouTube-Berühmtheit ist. Die Nebendarsteller hingegen sind schon etwas bekannter, neben dem oben erwähnten Eugene Levy gibt es noch Rosanna Arquette, die als Mutter des Hauptdarstellers Rob eine gewisse Ähnlichkeit mit der Rolle von Jims Dad in den originalen Filmen hat, insofern, dass sie verzweifelt und verkrampft versucht Rob aufzuklären. Bret Michaels hat einen kurzen Cameo Auftritt als er selbst, der auch einen Beitrag zum Buch lieferte, während Kevin Federline als Kanadische Grenzwache einen durchaus lustigen kleinen Part hat, in dem man ihn fast nicht erkennt. Einen neuen Stifler gibt es auch, den sich die Macher aber meiner Meinung nach sparen hätten können. Der fünfte Stifler im siebenten Film ist einfach zu viel. Vor allem da Scott Stifler nur ein äußerst unsympathischer Abklatsch des originalen Steve Stiflers ist.

Dass der Film eine Direct-to-DVD Produktion ist merkt man ihm deutlich an, von der Qualität her bewegt er sich irgendwo zwischen Teil 4 und 6, er ist aber Meinung nach besser und nicht so Stumpf wie Teil 6. Einige Gags sind, zwar auf unterstem Niveau, können aber trotzdem (oder gerade deswegen) ein paar Lacher für sich gewinnen. Auf das besagte Feeling der alten Filme besinnt man sich recht wenig und nur oberflächlich:  Außer der alten High-School, dem Buch und dem mangelndem Erfolg der Hauptdarsteller beim weiblichen Geschlecht. Gut, der letzte Punkt war auch in den ersten Filmen das vorherrschende Thema, es lässt sich schwer erklären, aber die ersten Filme fingen es einfach besser ein. Im Gegensatz zum Vorgänger ist dieser Film wieder ab 16 freigegeben.

Wer die Amercan Pie Filme mag, auch die neueren, der wird kaum drum herum kommen, sich den Film anzusehen, schon alleine um zu sehen, was aus der Reihe geworden ist. Jemand, der die neueren Filme nicht mag, wird auch dieser wohl kaum gefallen. Und jemand, der mit den American Pie Filmen noch nie etwas anfangen konnte sowieso nicht. Die bisherigen Direct-to-DVD Filme der American Pie Reihe haben sich offenbar gut verkauft, sonst würden kaum 4 davon erschienen sein. Ich bin also gespannt, ob es einen 8. Teil geben wird.

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In einer Kaserne gibt es (virtuelle) Waffen – ein Skandal sondergleichen!

Ich habe die ganze “Killerspiel-Debatte”, die in Deutschland nun schon seit einige Jährchen tobt hier in meinem Blog komplett vernachlässigt. Angst und Verunsicherung werden ja auch in Österreich von so manchem Politiker  schon zur Genüge gesät. Und auch die Gegenseite (also die Spieler) nutzt auch jede noch so unbedeutende Aussage jedes noch so unbedeutenden Politikers um die Sache zu einen Skandal aufzubauschen (und das sag ich jetzt auch als Vertreter der Spielerseite). Von den besorgten Eltern, deren Hauptinformationsquellen RTL und Bild sind und den Untergang des Abendlandes fürchten, möchte ich gleich gar nicht anfgangen. Zum Thema gibt’s übrigens einen interessanten Beitrag von ONN, der sich damit beschäftigt, ob brutale Videospiele die Kinder auf die Apokalypse vorbereiten können (wer’s bis jetzt nich mitbekommen hat:  es handelt sich hierbei um eine Satire).

Folgender Artikel bei Golem könnte auch als Satire durchgegen, ist aber leider keine. Als ein Angehöriger der Bundeswehr Schülern einer achten Klasse einen Schießsimulator mit den Worten er sei “besser als jede Playstation”  zeigte waren diese naturgemäß schwer beeindruckt, wie 14-Jährige eben sind. Aber wirklich zum Schießen war dann die Empörung der Eltern darauf: “Wir versuchen unsere Kinder von Ballerspielen fernzuhalten – und dann passiert in der Kaserne so was!”

In einer Kaserne gibt es Waffen, dass ist ganz normal, damit hatten die lieben Eltern keine Probleme, aber dass es dort Möglichkeiten gibt, wo die Soldaten (virtuell wohlgemerkt) damit üben können. Ein Skandal, so etwas kann ein Kind derartig schwer traumatisieren, dass es später dann bei der Musterung nicht auf Untauglich machen und doch tatsächlich das Vaterland verteidigen will (mit einer echten Waffe wohlgemerkt), so wie es einem (männlichen Staatsbürger) der Staat vorschreibt. Wir können nicht zulassen, dass aus einem Kind später einmal ein Staatsdiener wird (es haben sich natürlich auch Politiker zu dem Vorfall gemeldet), wo kommen wir da den bloß hin?  Wirklich untragbar so etwas!

Lustig, dass keine Stimmen laut geworden sind, die den Ausflug in die Kaserene im Allgemeinen kritisieren (zumindest sind sie nicht in den Medien vorgekommen). Das das Bundesheer (oder eben die Bundeswehr) auf Buben eine besondere Faszination ausübt brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Sobald sie ein Militärfahrzeug oder einen Soldaten beim Maschieren sehen werden die Augen gleich riesig groß. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, man wird angstarrt und bewundert wie ein großer Held, allein schon wegen der Uniform (wie “heldenhaft” meine Zeit beim Heer war steht hier).

Inwiefern es sich tatsächlich so zugetragen hat, bwz. inwiefern die Medien (also die Lübecker Nachrichten, die bei Golem als Quelle angegeben wird) “schlampig” recherchiert haben sei einmal dahingestellt.  Der Ostholzsteiner Anzeiger berichtete nämlich schon vor 10 Tagen von dem Besuch, ohne besorgte Eltern zu zitieren. Sollten die Lübecker Nachrichten die Tatsachen etwas verzerrt haben, so versteht diesen Beitrag bitte als Medienkritik.

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Ein Jahr später – Wie sich die Zeiten seit der letzten Nationalratswahl geändert haben

Vor ziemlich genau einem Jahr fand die letzte Nationalratswahl statt. Der Wahlkampf und die Eregnisse, die zur Wahl geführt haben (ich sage nur Faymanns Brief an die Krone) sollten uns noch allen im Gedächtnis sein. Das neue Management der SPÖ (Fayman) wurde damals von Onkel Hans in seiner Zeitung in den höchsten Tönen gelobt. Die SPÖ wurde als Partei dargestellt, die gegen die “EU-Gauner” vorgeht, die Inflation senkt und so nebenbei auch noch Krebs heilt. Fayman hat sich deswegen viel Kritik von Leuten, die nicht auf die Krone schwören, anhören müssen. Mittlerweile ist ein  Jahr vergangen und über den gottähnlichen Sonnenkanzler von damals wird anders geschrieben. Die SPÖ hat seit der letzten Nationalratswahl nur mehr verloren. Mittlerweile wird Fayman nicht mehr vergöttert sondern ihm wird eher eine gewisse Zahnlosigkeit vorgeworfen. Das Volk hat gesprochen und Onkel Hans hat reagiert und sich abgewendet. Wie News schreibt, hofft er damit, dass mit Hilfe der ÖVP das Land von der EU-Hörigkeit befreit wird. Interessant, vor allem da noch vor einem Jahr die ÖVP, besonders die damalige Außenministerin Plassnik, als das ultimativ, EU-hörige Böse dargestellt wurde. Naja, er ist halt nicht mehr der jüngste, der Herr Dichand, da kann schon leicht passieren, das man etwas senil wird.

Was die Krone und somit auch das Volk von der SPÖ fordert sind unter anderem: eine deutlichere Ausländerpolitik und eine Annäherung an die FPÖ, d.h.: dass die FPÖ nicht schon im Vorhinein als Koalitionspartner abgeleht wird. Sofern Fayman noch über etwas politische Integrität verfügt wird daraus (zum Glück) nichts werden, zumindest nicht solange die Giftspritze HC noch fleißig Gift spritzt. Unter einer deutlicheren Ausländerpolitik versteht der durchschnittliche Krone Leser(briefschreiber) grob gesagt, dass jeder Ausländer, der auch aussieht wie ein Ausländer, sofort das Land verlassen soll. Wer mir nicht glaubt (oder ein billiges Brechmittel sucht) soll einmal die Kommentare auf der Krone-Homepage lesen. Es wird bewusst oder unbewusst immer Werbung für die Ausländerpolitik der FPÖ gemacht, obwohl man Standardphrasen, die sich gegen Ausländer richten kaum als Politik bezeichnen kann. Nächstes Jahr ist bekanntlich Gemeinderatswahl in Wien und HC will der nächste Bürgermeister werden.

Es wäre wirklich interessant, wenn es HC tatsächlich werden würde, dann könnten die FPÖ-Wähle sehen, wie ihre Großen und Kleinen Sorgen immer noch die Gleichen sind. Und die FPÖ nicht alle nicht Österreicher deportieren lassen kann. Aber bis der FPÖ-Wähler das sieht und versteht wird HC wohl noch so manche Wahlen mit seiner Hetze und Panikmache gewinnen, obwohl die Zuwächse sicher auch deshalb so groß sind, weil die Ergebnisse der Vorangegangenen Wahlen sehr sehr niedrig waren. Aber trotzem: Fear is a Politicans best Friend. Und bei Panikmache und Ablehnung gegenüber Ausländern ist die Krone ja auch ganz vorne mitdabei, womit sich der Kreis wieder schließt.

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Frequency 2009

Es ist zwar schon wieder mehr als eine Woche her, aber ich habe bis jetzt leider keine Zeit gefunden, über das Frequency zu schreiben. Bevor ich über die Bands berichte mal etwas Allgemeines. Das Frequency wechselte vom Salzburgring ins VAZ St. Pölten, auf welchem schon Festivals wie das Beatpatrol oder das Nuke stattfanden (das Nuke heuer nicht mehr, das ist nach Wiesen gesiedelt). Weiters war das Festial in zwei verschiedene Gelände geteilt: Dem Daypark und dem Nightpark. Im Daypark waren die ganzen Bands zu sehen, während der Nightpark eine Art verbessertes Elektro-Zelt mit drei Bühnen war. Auf zwei der Bühnen wurde Elektronische Musik gespielt (unter anderem spielten die Crystal Castles und MSTRKRFT), auf einer dritten, dem NME-Floor wurde immer ein bekannter Musiker als DJ eingeladen: Carl Barât, die bessere Hälfte von Pete Doherty; Kele Okereke, der Bloc Party Sänger legte nach seinem Auftritt auch noch auf; und Andy Rourke, ehemaliger Bassist von den Smiths. Als wir ankamen folgten wir den Parkplatz-Schildern und landeten prompt im Nightpark. Dieser war laut einem anderen Schild 10 Minuten zu Fuß weg vom Daypark und somit auch vom Campingplatz. Wer diese Zeit gemessen hat würde mich interessieren, war höchstwahrscheinlich ein Marathonläufer, den Google-Maps zeigt eine Distanz von 2km und eine Gehzeit von ca. 24 Minuten an. Persönlich würde ich die Gehzeit auf 17-20 Minuten schätzen, wenn man sich beeilt. Es fuhren zwar Shuttlebusse (sehr lobenswert, den es fuhren ständig welche und man musste immer nur sehr kurz warten), da wir aber unsere ganze Ausrüstung fürs Zelten mitnehmen mussten (Soundmachine, Biertonne, Nahrung für gefühlte zwei Wochen,das übliche halt) beschlossen wir doch zu Fuß zu gehen. Erschwerend kam hinzu, dass wir nicht genau wussten, wo wir hin mussten und so nicht abkürzen konnten. Kurz, wir gingen über eine Stunde, bis wir überhaupt am Festivalgelände waren. Dort mussten wir uns noch einen Zeltplatz suchen und das Zelt aufstellen. Um 00:00 stand dann das Zelt und ich war so erschöpft, dass ich kein Bier mehr trinken konnte (das will was heißen) und mich gleich schlafen legte. Zu diesem Zeitpunkt war ich alles andere als begeistert vom neuem Festivalgelände. Dies änderte sich dann am nächsten Tag, als wir uns umsahen und feststellten, dass wir einen hervorragenden Zeltplatz hatten und zum ersten mal in die Traisen gingen.  Der zum Baden geeignete Fluss lies die Mühen des Vortages und die hohen Temeraturen vergessen. Überhaupt, das Wetter war die ersten beiden Tage traumhaft. Am dritten Tag fing es dann an zu regnen, was wäre schon ein Festival (besonders ein Frequency) ohne Regen und den dazugehörigen Gatsch? Nur halb so lustig.

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